Allesmacher oder doch Nichtskönner?

Geschichten über jemanden der irgendwie alles macht, aber nichts so richtig. Geschichten über mich.

Dienstag, November 21, 2006

Voll beschäftigt

...bin ich jetzt nicht im eigentlichen Sinne. Eigentlich heißt nur das neue Buch von Oliver Uschmann so. (Welches übrigens sehr empfehlenswert ist.) Aber irgendwie trifft es auch auf mich zu. Auch wenn mich die Medienakademie nicht sonderlich stark einspannt, so bin ich doch andauernd mit irgendetwas bechäftigt.

Auflegen, zum Beispiel. Diesen Freitag gebe ich nämlich mein DJ Debüt im Oberpullendorfer Marquee. Diesmal noch an der Seite meines hochgeschätzen DJ-Kollegen Riceman, aber dann regelmässig auf Solopfaden. Dass ich mich über jedes bekannte Gesicht freue, muss nicht mehr extra erwähnt werden. Dass dann wahrscheinlich doch niemand kommt, wohl auch.

Beschäftigt bin ich auch damit, wieder ein bisschen Sport zu treiben. Anlass dafür: Badehosenfigur 2007 und mein kleiner Cousin - wobei "kleiner" das falsche Worte ist, schon eher passend: "jünger". Diesem wurden nämlich seine Basketballschuhe zu klein und da meiner einer ja nicht gerade mit Füssen Marke: Kindersärgen ausgestattet wurde, probierte ich sie und jetzt sind es meine. Besagter Cousin ist übrigens 15...

Weitere Beschäftigung: Meine weitreichenden Kenntnisse über das Wrestling anzuwenden und umzusetzen. Aber dazu mehr im Jahr 2007.

Aber was mich wirklich voll beschäftigt ist etwas ganz anderes. Oder auch nicht. Irgendwie beschäftigen mich im Moment sehr viele Dinge und sowieso alle zugleich. Das ist ja bei mir auch nichts neues. Irgendwie immer alles Chaos Theorie. Oder Faden verlieren. Oft beides. Aber viele Faktoren verlangen nach Klarheit in meinen Worten. Und die werden sie auch bekommen. Versprochen.

Zum Abschluss noch ein bisserl was zum Nachdenken - quasi Hausaufgabe. Folgendes schrieb der alte Plinius dem jungen Plinius: "Entschuldige bitte meinen langen Brief, ich hatte zu wenig Zeit." Ich freue mich über Interpretationsversuche jeglicher Art.

Dienstag, Oktober 03, 2006

A working man's death

Schön langsam ist ein Ende in Sicht. Oder auch nicht? Na ja, immerhin für eine absehbare Zeit. Vielleicht. Der über Monate fortwährende geregelte Tagesablauf neigt sich einem Ende zu. Dennoch wird er Spuren hinterlassen. Bleibende. Irgendwie habe ich Angst davor. Denn schön langsam finde ich Gefallen an einem geregelten Tagesablauf. Am Aufstehen Vormittags, am Schlafen gehen vor Mitternacht, am - ich traue mich fast nicht es zu schreiben, muss es mir aber doch irgendwann eingestehen - ... am Arbeiten.

Werde ich nun wirklich "erwachsen"? Na ja, immerhin werde ich in weniger als vier Monaten 23. Dreiundzwanzig. In meinem Bekannten- und Freundeskreis gibt es schon Magister, Polizeiinspektoren und Ehepaare mit Kindern. Nicht das ich das nun schon alles in diesem Alter habe möchte, aber trotzdem ist es irgendwie seltsam beim wochenendlichen Ausgang zur älteren Generation zu gehören. Heuer war das erste mal, dass ich mir in Wiesen am Festivalgelände alt vorkam. (Das nur nebenbei.) Das hört sich jetzt zwar nach der stereotypen Hilfe-Ich-Werde-Erwachsen-Suderei an, ist es aber ganz sicher nicht. Ganz im Gegenteil. Irgendwie genieße ich die Situation gerade. Das hat schon was, dass erwachsen werden, das seriöse diskutieren über Politik, vernünftige Musik und andere - vermeidlich - wichtige Themen. Scheiß auf die immer wiederkehrenden, verstaubten, gar nicht so lustigen Geschichten aus der Schule. Scheiß auf das Vergöttern eines bestimmten Lokals. Scheiß auf das pseudointelektuelle Geschwafel bestimmter Leute. Scheiß auf angestaubte gar nicht mal so lustige Running-Gags. Wiederkäuen ist etwas für Kühe. Aber ich höre jetzt auf damit. Bin schon viel zu weit vom eigentlichen Thema weg. Außerdem. Würde ich meinen Gedanken freien Lauf lassen, hätte ich wohl im Burgenland keine Freunde mehr. Außer den drei bis vier, die mir wichtig sind, die ich wirklich schätze und für die ich Opfer bringe. Nicht umsonst überlege (nicht nur) ich mir schon länger eine passende Stelle für den Spruch "For those I love I will sacrifice".

Apropos Opfer. Dieser Eintrag ist wohl - wie schon manch anderer zuvor - meinen unsortierten Gedanken zum Opfer gefallen. Aber was soll’s. Ich schließe diesen Post ab und werde wahrscheinlich sowieso in einem meiner nächsten wieder auf das eigentliche Thema kommen. Ungewollt natürlich.

Donnerstag, August 31, 2006

The Boys of Summer are gone

Morgen beginnt der September. So wie jedes Jahr einen Tag nach dem 31. August. So weit, nichts neues in Westungarn. Na ja. Doch, ein bisschen was. Der Pool im Garten des Elternhauses ist fertig. Benutzbar ist er auf Grund der mehr als bescheidenen Wetterlage nur sehr bedingt. Ganz hartgesottene Frohnaturen trauen sich auch bei 20°C Wassertemperatur rein. Meiner einer ist da nicht dazu zu zählen. Aber jetzt läuft er mir ja nicht mehr davon, der Pool. Falls doch, sollte ich wohl den Drogenkonsum zurückschrauben.

Ab morgen kann unser Studentenheim wieder bezogen werden. Viele haben es verlassen, somit viel Frischfleisch. Auch bei mir im Zimmer. Der beste Mitbewohner der Welt hat nämlich ab Morgen ein Einzelzimmer, welches übrigens - nur so nebenbei - genau so groß ist wie unser Doppelzimmer. Mein Glück: Ich konnte mir meinen neuen Mitbewohner selbst aussuchen. Das heißt, ich weiß was da auf mich zu kommt. Nur "der Neue" weiß es noch nicht so genau... Überhaupt sehr lustig. Ab morgen alle (für mich) wichtigen Personen im Heim beziehen neue Zimmer. Auf zu munteren Verwechslungsspielchen. Auf nach Hause. Ja, zuhause. Ich sehe mich zwar nicht als Wiener, aber seit mittlerweile zwei Jahren hat sich mein Lebensmittelpunkt nach Wien verlegt. Das wird sich aber nun wieder ein wenig ändern. Universität adé, WiFi Kurs olé. Medienakademie. Donnerstag bis Samstag. Die freien Tage arbeiten in Wien. Aber dazu mehr zu einem späteren Zeitpunkt.

Mittwoch, August 30, 2006

Kurzes Update

Ich lebe noch.

Donnerstag, Juli 20, 2006

Eine Stunde

Seit einer Stunde sitze ich hier an meinem Büroschreibtisch. Ein Kollege ist seit heute in Urlaub und der andere ist gerade wichtig irgendwo in diesem verwirrenden Etwas aus Gängen und kalten Klimaanlagen unterwegs.

Seit einer Stunde sitze ich jetzt hier an diesem Schreibtisch ohne aufgestanden zu sein und kann es nicht glauben.

Seit einer Stunde bin ich nun komplett rat-, kraft- und tatenlos.

Seit einer Stunde stehe ich wieder bei Null.

Seit einer Stunde ist mein Traum vorbei.

Montag, Juni 26, 2006

Torsch(l)usspanik

Obwohl ich ja seit kurzem bekennender Fussball-Fan bin, geht es heute nicht um die vergebenen Chancen von Schweden oder der Tschechischen Republik weiter zukommen, als sie nun mal gekommen sind. Dass sie auch meine Favoriten auf den WM-Titel waren, lasse ich ebenfalls außen vor.

Viel mehr bin ich derjenige welche mit der oben angeführten Panik. Nachdem mich eine alte Bekannte am Samstag anrief, um mich auf ihre Sponsionsfeier einzuladen, bekam ich die ersten mulmigen Gedanken. Irgendwo da im Hinterkopf. Also noch nicht so schlimm, quasi. Schließlich hat sie sofort nach der ihrer bestandenen Matura mit der Fachhochschule begonnen. Ich musste ja noch meinen Präsenzdienst ableisten und konnte somit sowieso erst ein Jahr später zu studieren anfangen. Halb so wild, dachte ich mir also. Aber als ich vor wenigen Minuten das Telefon bei Seite legte, traf es mich dann schon wie JJ1. Einer meiner besten und engsten Freunde hatte mir soeben von seiner bestandenen Dienstprüfung berichtet. Von nun an darf er sich ein "Inspektor" vor den Pornobassistenlatz schnallen. Natürlich freut sich meiner einer für ihn ganz herzlich. Aber es ist dann doch ein bisschen komisch für mich. Innerhalb kürzester Zeit haben zwei Menschen aus meinem Bekanntenkreis (welche übrigens zusätzlich noch genau so alt sind wie ich...) ihre Ausbildung abgeschlossen, werden demnächst in die Arbeitswelt einsteigen, ihr eigenes Geld verdienen und ein geregeltes Leben führen.

Und was mache ich? WM schauen.

Dienstag, Juni 06, 2006

Sommerpause im nicht vorhandenen Frühling

So, ich suder hier jetzt nicht über das Wetter rum. Ich bin zwar auch nicht damit zufrieden, aber ändern kann ich es genauso wenig. Also, Schwamm drüber. Auch über das Gartenfest. Ansich ja für morgen geplant, wurde es nun auf Grund der aktuellen Wetterlage auf nächste Woche Dienstag verschoben. Näheres dazu hier.

Mittlerweile bin ich auch ganz froh darüber, dass unser aller F&M wieder in die Sommerpause gegangen ist. Die Stimmung unter uns allen war schon ein wenig angespannt und daher ist jetzt ein wenig Abstand vom Geschehen ganz gut. Vor allem um das Geschehene zu reflektieren und neue Ideen für die nächste Saison zu finden. Eine Änderung was die DJs betrifft dürfte den meisten ja ohnehin schon bekannt sein.

Des Weiteren ist es ja auch fein sich mal außerhalb der Wände des F&M zu vergnügen und andere Dinge zu machen als Auflegen, an der Bar zu stehen und um die Wette zu saufen, Social Butterfly zu spielen oder den ganzen Abend im Westraum (in Insiderkreisen auch als "Kindergarten" bekannt) hockend zu verbringen. Nach anfänglicher - ungewohnter - Planlosigkeit das Wochenende betreffend, fand sich schnell eine kleine aber feine Alternativroutine. Freitags im Jazz Pub barfuss tanzen und Samstags wieder planlos starten, nur um dann meist doch noch sehr lustige - weil meist spontane - Dinge zu machen. Gegebenenfalls kann auch auf Partys gegangen werden. Denn die werden nun immer öfter mal draußen gefeirt in Form von Pool-, Grill-, Geburtstags- oder Letzter-Samstag-der-Woche-Party. Auch fein für die ohnehin schon im Sterben liegende Geldbörse.

Trotz des miserablen Wetters, freue ich mich schon auf die nächsten Wochen. Zum einen wegen der Fussball WM. Ansich bin ich ja überhaupt kein Fussball Mensch. Is mir immer irgendwie zu langweilig, dumm und einfältig gewesen. Aber in dieser Champions League Saison habe ich Blut geleckt. Mit Freunden die nicht dem Fussballproleten Klischee entsprechen is das ganz anders. Da macht das richtig Spass. Daher freue ich mich jetzt schon richtig auf die Weltmeisterschaft. Vor allem auf Tschechien, Schweden und natürlich Togo und Trinidad-Tobago.

Auch schön in den nächsten Wochen (bzw. Monaten) die Festivals. Nein, vom Novarock ist nicht die Rede. Miese Headliner und - wiedermal - die leere Geldbörse verwehren mir diese "Freude". Metallica reißen mich nicht unbedingt mit. Placebo seit Jahren tot. Guns N Roses wohl ein schlechter Scherz. Einzig Tool würden mich nochmal nach Nickelsdorf ziehen. Alle anderen Bands die ich gerne sehen würde, spielen zu unmöglichen Zeiten und sind mir auf kleiner Bühne sowieso lieber. Ich spreche vom Nuke mit einem sehr chilligen Line-Up. Ich spreche von den besten Line-Ups in Wiesen seit Jahren, vom ersten Tag des Forestglades, vom - doch wieder auferstandenen - punkigen Two Days A Week, vom äußerst tanzbaren Urban Arts. Natürlich spreche ich auch vom gottgleichen (weil Radiohead und Sick Of It All auf der selben Bühne) und endlosen (weil 10 Tage) Sziget in Budpest. Welche Festivals ich jetzt wirklich besuchen kann, steht noch in den nie sichtbaren Sternen des Wiener Himmels.

Was allerings mit Sicherheit Realität wird, ist die Tatsache, dass der HaSe im Sommer ins kühle Nass eintauchen kann. Und zwar im eigenen Garten. Und zwar vom eigenen Fenster aus. Den am Freitag beginnen die Ausgrabungsarbeiten für den 6x3 Meter großen Swimming Pool genau vor meinem Fenster. Sprich: Ich stehe morgens (ok, mittags) auf, öffne das Fenster und springe von meinem Zimmer aus hinein. Feine Sache, das.

Ebenfalls feine Sache, dass soeben ein paar Sonnenstrahlen die Wolken durchbrechen um zumindest den Anschein von Frühling zu erwecken. Aber ich wollte ja nicht über das Wetter schreiben.